Anleihe, Lombardfähigkeit
bondAoan, acceptability as collateral. Die Lombardfähigkeit von Anleihen spielte v.a. für die Offenmarktpolitik der Deutschen Bundesbank, die seit der Einführung des Euro durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bestimmt wird, eine wichtige Rolle. Lombardfähig waren Anleihen, die in dem Lombardverzeichnis der Deutschen Bundesbank aufgeführt wurden. Dazu gehörten vor allem Schuldverschreibungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Länder. - Kreditinstitute nutzten lombardfähige Anleihen, um sich durch die Verpfändung dieser Schuldverschreibungen bei der Bundesbank günstige Refinanzierungsmöglichkeiten in Form eines Lombardkredites zu verschaffen. Die Bundesbank versuchte u.a., über den Zins für Lombardkredite (Lombardsatz) die Geldmenge zu steuern. Durch die Aufnahme einer Anleihe in das Lombardverzeichnis bestand keine zwangsläufige Verpflichtung, einen Lombardkredit gegen Verpfändung der entsprechenden Schuldverschreibung zu gewähren. - An die Stelle der Lombardkredite trat mit Einführung des Euro 1999 die Spitzenre- finanzierungsfazilität der EZB.
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